Sie war bekannt für ihre scharfe Zunge und ihren Spott, der selbst Nehmer erröten ließen. Doch ihre Worte waren mehr als nur Schärfe – sie erinnerten an verlorene Götter, gebrochene Schwüre und das, was einmal gewesen war. Als die Fjarri aus Rache ihre Halle überfielen, schwor sie am Feuer, mit dem sie den Leichnam ihres Nehmers verbrannt hatte, keine Halle mehr zu betreten, bis der letzte ihrer Feinde gefallen sei – und hielt diesen Schwur bis zu ihrem Tod. Sie trug ein Warpaint aus Asche und führte eine loses Gruppe von Flüchtlingen und versprengten Kämpfern, das man „Elyas Netz“ nannte, weil sie im Wald oft netzförmige Geflechte aus Stöcken und Ruten errichteten – und dann wieder verschwanden. Es heißt, Elyas Netz habe dutzende kleine Angriffe geführt: Vorratslager niedergebrannt, einzelne Fjarri gelockt und getötet, Geber aus der Gefangenschaft befreit. Ihr Tod ist ungewiss. Die letzte Geschichte erzählt, dass sie in einem bitterkalten Spätwinter am Ufer eines halb zugefrorenen Weihers stand, während die Fjarri sie einkreisten. Sie soll sich bis zuletzt mit Worten gewehrt haben. Niemand fand ihre Leiche.