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Markeisen und Kriegshandwerk

  • June 7, 2024 at 11:31 AM
  • April 5, 2026 at 9:22 AM
  • 1,851 times viewed
  • Da das Kämpfen eine zentrale Bedeutung in der Kultur des Wintervolkes hat, gibt es für die Ausbildung im "Kriegshandwerk" althergebrachte Regeln und bestimmte Zeichen, an denen man die Schüler eines bestimmten Stils erkennt: Die Markeisen.

    Eine Ausbildung im Kämpfen, auch genannt Kriegskunst oder Kriegshandwerk, dauert in den meisten Fällen ungefähr ein Jahr, also wesentlich kürzer als eine Handwerksausbildung. Bei erfahrenen Kämpferinnen kann sie sogar noch kürzer sein. Wie bei einer Handwerksausbildung gibt es Schwüre zwischen Lehrmeisterin und Schüler, es wird bei der Lehre vom gleichen Bissen geteilt, und es wird Warpaint getragen ("Gefäß und Inhalt"). Die Ausbildung ist sehr praktisch, und fand früher oft auf dem Schlachtfeld statt - heute oft im Verborgenen. Sie umfasst Kämpfen mit verschiedenen Waffen, Nehmermagie, Taktik und Körperkontrolle. Je nach Schule kann auch Tanz (Kriegstänzer-Markeisen), Kenntnis des Körpers, Ausspähen von Gegnern, das Aushalten von Schmerzen oder Angst, das Erzeugen, Kontrollieren und Beruhigen von Kampfrausch, Stimme, Philosophie und Strategie dazu gehören. Die Inhalte variieren stark mit der Lehrmeisterin. Am Schluss steht eine Prüfung, die genauso verläuft wie bei einem Handwerk.

    Nach der Prüfung bekommt man keinen Ring (wie beim Handwerk), sondern das gleiche Zeichen, dass der Lehrmeister hat, aus Eisen, und diese Zeichen werden Markeisen genannt. (Man kann also keine Prüfung ablegen, wenn man keine:n Lehrer:in hatte.) In der Größe variieren sie etwa zwischen einem Fingerglied und einer Daumenlänge. Die Markeisen werden an einer geflochtenen Lederschnur getragen. (Offensichtlich kann man outtime auch Latexguss oder Fimo für die Darstellung verwenden, solange es wie handgeschmiedetes Eisen aussieht. Bitte vermeidet gegossene Anhänger mit Oberflächen aus Chrom oder Zinn.) Jeder, der ein Markeisen hat, kann es durch Ausbildung weitergeben.

    Meister lassen sich nach der erfolgreichen Meisterprüfung ein eigenes Zeichen aus Gold gießen oder schmieden, genannt Markgold. Jeder, der von ihnen lernt und erfolgreich seine Prüfung ablegt, bekommt eine Kopie des Zeichens aus Eisen und wenn diese Leute wiederum Schülerinnen haben, tragen auch diese dasselbe Zeichen. So begründet jede Meisterin, jeder Meister seine eigene Kampfschule und man erkennt Meisterinnen an ihrem Markgold an einer geflochtenen Lederschnur. Allerdings sind alle bekannten Meister der Kriegskunst im Krieg getötet worden. Seit Jahren hat niemand mehr eine Meisterprüfung abgelegt.

    Wenn man von einem anderen Lehrer lernt, so kann man eine weitere Prüfung in deren Kampfstil ablegen und gewinnt ein weiteres (Eisen-)zeichen hinzu. (Theoretisch kann man auch beim gleichen Lehrer einen zweiten Stil, also ein zweites Markeisen machen.) Die meisten Nehmer trugen deswegen früher mehr als ein Zeichen. Wenn eine Lehrmeisterin mehrere Zeichen hat, wird das Zeichen an ihre Schüler weitergegeben, das am besten zur Ausbildung passt.

    Bekannte Stile und Markeisen mit Meister:in:

    Ein in sich verwundener, umgedrehter Nagel: Aratur, Nehmer und Waffenmeister der Alcmona, Galdra
    Kampfstil gilt als sehr pragmatisch, beinhaltet viel Gruppenkampf in allen Waffengattungen.

    Wolfskopf-Relief: Thiaswulf, Atara (bevor sie den Gebereid abgelegt hat, war sie lange Zeit Kämpferin)
    Über den Kampfstil ist nichts bekannt.

    Ein Stück gewundene Eisenstange:
    Über diesen alten Atara-Stil ist wenig bekannt.

    Eine Mondsichel an gewundenem Draht aufgehangen: Moradh, Königskriegerin der Galdra, später erste Kriegerin der Vadrafall
    Manche behaupten, es handelt sich um zwei Hörner, denn Moradh hatte den Spitznamen "Mutterkuh".
    Sehr stabiler Kampfstil, vorallem mit Schwert und Schild, Schüler:innen sind bekannt für Ausdauer und Stabilität im Stand.

    Menschliche Figur mit über den Kopf erhobenen Armen: Zuletzt Asdar, Skai-Kriegstänzerin
    Markeisen wird ausschließlich von Kriegstänzer:innen getragen, Stil vorallem mit dem Speer, Ausbildung beinhaltet das Vorführen von Tänzen und das Vorgeben des Tempos/Rythmusses beim Kampf. Es gab noch mindestens zwei weitere Kriegstanz-Stile: Einen stark formalisierten und auf die Gruppe ausgerichteten bei den Galdra, und einen sehr bodengebundenen, in sich-gekehrten bei den Taris.

    Geschmiedete Narzissenblüte: Arngard, Königskrieger der Galdra und 1. Nehmer von Galfrid
    Messerkampf auf engem Raum und Kampf mit mittellangem Schwert.

    Schild: Meinken, Kämpferin der Galdra
    Aktiver Kampf mit dem Schild - auch ohne Beiwaffe. Diese ist hier eher irrelevant.

    Eisen mit Längsrille: Walward, Erster Krieger der Humalaz, Galdra
    Der Kampfstil beruht darauf, den Gegner auf Distanz zu halten und Öffnungen durch schnelle Bewegungen auszunutzen. Gruppenkampf, Ablenkungsmanöver und geschicktes Manövrieren, Speer und (Kampf-)Stab sind die bevorzugten Waffen

    Glocke: Zuletzt Amalcyn, Taris-Nehmerin
    Als Waffen benutzen Glockenkrieger Schwerter, manchmal durch eine zweite Klingenwaffe oder einen Schild ergänzt. Auch wenn der Stil viele Kämpfer hervorgebracht hat, ister im Grundsatz auf Einzelkämpfer oder maximal den Kampf zu zweit ausgelegt. Individuelle Fähigkeiten spielen eine große Rolle. Eine ausführlichere Beschreibung des Stils hier.

    Pfeilspitze: Arnvar, Kriegsmeisterin der Rigvar.
    Sie war bekannt dafür, sich völlig geräuschlos bewegen zu können, wer das Zischen ihres Pfeile hörte, dessen Todesschicksal war besiegelt. Sie hatte ein Markeisen von Asdar (siehe weiter oben) und beim Kampf mit ihrem Speer tanzte sie grazil über das Schlachtfeld, voller Hingabe und wilder Lebenslust.

    Axtkopf:
    Ein weit verbreiteter Rigvar-Stil, um dessen Gründerin sich viele Legenden ranken. Der Stil wurde schon vor dem Krieg nur von Markeisenträgern weitergegeben und gilt als brutal, aggressiv und besonders für Berserker geeignet.

    Sax: Fehwic, raufwütiger Waffenmeister der Rigvar aus Aiheim
    Stolz, stark, wild und unbesonnen pflügte er sich im wilden Kampfrausch durch die Reihen seiner Feinde. Im Kampf mit Schild und Axt galt er als meisterhaft, doch seine Fähigkeiten im Nahkampf mit dem Sax, sowohl als Erst als auch als Zweitwaffe waren legendär und bei einem solch grobschlächtig wirkenden Mann besonders unerwartet, weswegen er dieses Zeichen zu seinem Markgold wählte und bei den Rigvar ein bekannter Lehrmeister war. Er wurde im Krieg erschossen.

    Gewundener Speer:
    Über diesen Stil ist noch nichts bekannt. (Markeisen im Fundus)

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