Eine Ausbildung im Kämpfen, auch genannt Kriegskunst oder Kriegshandwerk, dauert in den meisten Fällen ungefähr ein Jahr, also wesentlich kürzer als eine Handwerksausbildung. Bei erfahrenen Kämpferinnen kann sie sogar noch kürzer sein. Wie bei einer Handwerksausbildung gibt es Schwüre zwischen Lehrmeisterin und Schüler, es wird bei der Lehre vom gleichen Bissen geteilt, und es wird Warpaint getragen ("Gefäß und Inhalt"). Die Ausbildung ist sehr praktisch, und fand früher oft auf dem Schlachtfeld statt - heute oft im Verborgenen. Sie umfasst Kämpfen mit verschiedenen Waffen, Nehmermagie, Taktik und Körperkontrolle. Je nach Schule kann auch Tanz, Kenntnis des Körpers, Ausspähen von Gegnern, das Aushalten von Schmerzen oder Angst, das Erzeugen, Kontrollieren und Beruhigen von Kampfrausch, Stimme, Philosophie und Strategie dazu gehören. Die Inhalte variieren stark mit der Lehrmeisterin. Am Schluss steht eine Prüfung, die genauso verläuft wie bei einem Handwerk.
Nach der Prüfung bekommt man keinen Ring (wie beim Handwerk), sondern das gleiche Zeichen, dass der Lehrmeister hat, aus Eisen, und diese Zeichen werden Markeisen genannt. (Man kann also keine Prüfung ablegen, wenn man keine:n Lehrer:in hatte.) In der Größe variieren sie etwa zwischen einem Fingerglied und einer Daumenlänge. Die Markeisen werden an einer geflochtenen Lederschnur getragen. (Offensichtlich kann man outtime auch Latexguss oder Fimo für die Darstellung verwenden, solange es wie handgeschmiedetes Eisen aussieht. Bitte vermeidet gegossene Anhänger mit Oberflächen aus Chrom oder Zinn.) Jeder, der ein Markeisen hat, kann es durch Ausbildung weitergeben.
Meister lassen sich nach der erfolgreichen Meisterprüfung ein eigenes Zeichen aus Gold gießen oder schmieden, genannt Markgold. Jeder, der von ihnen lernt und erfolgreich seine Prüfung ablegt, bekommt eine Kopie des Zeichens aus Eisen und wenn diese Leute wiederum Schülerinnen haben, tragen auch diese dasselbe Zeichen. So begründet jede Meisterin, jeder Meister seine eigene Kampfschule und man erkennt Meisterinnen an ihrem Markgold an einer geflochtenen Lederschnur. Allerdings sind alle bekannten Meister der Kriegskunst im Krieg getötet worden. Seit Jahren hat niemand mehr eine Meisterprüfung abgelegt.
Wenn man von einem anderen Lehrer lernt, so kann man eine weitere Prüfung in deren Kampfstil ablegen und gewinnt ein weiteres (Eisen-)zeichen hinzu. (Theoretisch kann man auch beim gleichen Lehrer einen zweiten Stil, also ein zweites Markeisen machen.) Die meisten Nehmer trugen deswegen früher mehr als ein Zeichen. Wenn eine Lehrmeisterin mehrere Zeichen hat, wird das Zeichen an ihre Schüler weitergegeben, das am besten zur Ausbildung passt.
Bekannte Stile und Markeisen mit Meister:in:
Ein in sich verwundener, umgedrehter Nagel: Aratur, Nehmer und Waffenmeister der Alcmona, Galdra
Kampfstil gilt als sehr pragmatisch, beinhaltet viel Gruppenkampf in allen Waffengattungen.
Wolfskopf-Relief: Thiaswulf, Atara (bevor sie den Gebereid abgelegt hat, war sie lange Zeit Kämpferin)
Über den Kampfstil ist nichts bekannt.
Ein Stück gewundene Eisenstange: Tawin, Nehmer, Atara
[Andreas Buckreus kann hier Input geben.]
Eine Mondsichel an gewundenem Draht aufgehangen: Moradh, Königskriegerin der Galdra, später erste Kriegerin der Vadrafall
Manche behaupten, es handelt sich um zwei Hörner, denn Moradh hatte den Spitznamen "Mutterkuh".
Sehr stabiler Kampfstil, vorallem mit Schwert und Schild, Schüler:innen sind bekannt für Ausdauer und Stabilität im Stand.
Menschliche Figur mit zum Schutz erhobenen Armen: Asdar, Skai-Kriegstänzerin
Markeisen wird ausschließlich von Kriegstänzer:innen getragen, Stil vorallem mit dem Speer, Ausbildung beinhaltet das Vorführen von Tänzen und das Vorgeben des Tempos/Rythmusses beim Kampf.
Geschmiedete Narzissenblüte: Arngard, Königskrieger der Galdra und 1. Nehmer von Galfrid
Messerkampf auf engem Raum und Kampf mit mittellangem Schwert.
Schild: Meinken, Kämpferin der Galdra
Aktiver Kampf mit dem Schild - auch ohne Beiwaffe. Diese ist hier eher irrelevant.
Eisen mit Längsrille: Walward, Erster Krieger der Humalaz, Galdra
Der Kampfstil beruht darauf, den Gegner auf Distanz zu halten und Öffnungen durch schnelle Bewegungen auszunutzen. Gruppenkampf, Ablenkungsmanöver und geschicktes Manövrieren, Speer und (Kampf-)Stab sind die bevorzugten Waffen.